Startseite
    the Artist
    the Traveller
    the Model
    the Freak
    the Cineast
    the Bookworm
    the Friend
    the Haunted One
    the Everyday´s Girl
  Über...
  Archiv
  Mein Roman
  Meine Kurzgeschichten
  Literarische Veröffentlichungen
  Songtexte raten - The Game!
  Mein altes Diary...
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 

http://myblog.de/libertalia

Gratis bloggen bei
myblog.de





Links
  Meine Homepage: Atlantic-Vision-Cinema-Island
  meine myspace-Seite
  "Lindhorst" bei myspace
  Gesellschafter Robby
  Freakchica Arie
  Zottelliese Anni
  Wortmann Torsten
  tenebra
  Zuschauer des Lebens
  Irgendlink
  RuhrpOtSizta Missy
  old dirty ugly and mean
 
the Cineast

Spooky im Wandschrank

-> Feeling:

Ach ja, die detailliertere Review zu "The Grudge/ der Fluch" wollte ich ja noch schreiben.

Also, für mich gehört "The Grudge" eindeutig zu den gruseligsten Filmen, die ich bisher gesehen habe.
Das wurde mir bereits klar, als sich allein innerhalb der ersten fünf Minuten des Films schon zwei rätselhafte Todesfälle ereignet hatten - und die zunächst z.T. zusammenhanglos wirkenden Szenen und großen Zeitsprünge, die Einblicke in das Leben unterschiedlicher Personen gewährten, trugen noch dazu bei, eine geheimnisvolle, mystische Atmosphäre zu kreieren, ehe schließlich alles erklärt wurde...

Zum Inhalt (nur ganz grob - ich will ja nicht zu viel verraten ):
Karen, eine junge amerikanische Austauschstudentin in Tokio, die nebenbei noch als medizinische Pflegekraft jobbt, soll sich aushilfsweise um eine wunderliche alte Dame kümmern, die in einem abgelegenen Haus lebt. Ziemlich schnell bemerkt Karen, dass dort was nicht stimmt - sie hört seltsame Geräusche, und schließlich entdeckt sie eingesperrt in einem Wandschrank sogar einen kleinen Jungen und ein Tagebuch.
Es stellt sich heraus, dass in letzter Zeit diverse Menschen, die in irgendeiner Form Kontakt zu dem Haus hatten, auf mysteriöse Weise gestorben sind.
Offenbar ist das Haus also verflucht...

...Nun denn, verfluchte Häuser sind ja sehr geeignet zum Gruseln, und ich denke mal, das liegt daran, dass für die meisten Menschen ihr Haus bzw. ihre Wohnung halt schon so eine Art "persönliche Schutzzone" ist, d.h. ihre Wohnung ist der Ort, an dem sie sich sicher und geborgen fühlen und wo sie sich vor den Ärgernissen des Alltags zurückziehen können - und insofern ist die Vorstellung, dass ausgerechnet dieser Ort, der am meisten Schutz gewähren sollte, sozusagen die Quelle aller Gefahren ist, schon sehr erschreckend.

Dieses Gefühl, völlig schutzlos ausgeliefert zu sein, zog sich dann auch sehr intensiv durch den gesamten Film und machte ihn für mich so gruselig - "das Böse" lauerte eben einfach überall, um allein durch seine Gegenwart die Menschen in den Wahnsinn zu treiben, und eine Flucht war grundsätzlich nicht möglich.
Besonders bezeichnend fand ich in dieser Hinsicht die Szene, wo Susan von dem spooky girl verfolgt wird und sich schließlich völlig verängstigt unter ihre Bettdecke kauert - und GENAU DORT befindet sich plötzlich auch das spooky girl ...
Ich meine, im Grunde genommen ist das doch die komplertt natürliche Reaktion, wenn man sich nachts fürchtet, die wohl so ziemlich jeder kennt - also, sich ganz fest in die Bettdecke kuscheln, weil man sich dadurch irgendwie sicher und geschützt fühlt - aber nee, seit ich "the Grudge" gesehen habe, ist selbst das seeeehr gruselig geworden...

Dementsprechend gab es auch keine "gute" Auflösung - die Geister wurden nicht gebannt, der Fluch nicht aufgehoben, d.h. auch hier zeigte sich, dass ein Entkommen unmöglich ist und es herrschte das Gefühl einer erschreckenden Auswegslosigkeit vor...

Und ganz besonders schaurig war natürlich auch dieses Geräusch - oh je, eigentlich ist so ein Knirschen doch ganz normal, aber  im Zusammenhang des Films erhielt es eine wirklich fiese Bedeutung...

Was mir sehr gut gefallen hat war auch, dass vieles in dem Film nur angedeutet wurde und der Phantasie des Zuschauers überlassen blieb, z.B. das Leben des kleinen Jungen - im Film selbst wurde gar nichts darüber gesagt bzw. gezeigt, aber eigentlich ist klar, dass sein Alltag wohl ziemlich trostlos war, mit einem cholerischen, zu Gewaltausbrüchen neigenden Vater und einer psychotischen Mutter, die ausschließlich in ihrer eigenen Traumwelt lebte, und es liegt am Zuschauer, sich hier genauere (traurige) Details vorzustellen...

 

Sehr interessant fand ich dann noch die Situation, als ich "the Grudge" wieder in der Videothek zurückgegeben habe - das Mädel, das dort arbeitete, hatte den Film auch gesehen, und wir unterhielten uns noch ein wenig darüber und stellten fest, dass wir genau die gleichen Szenen und Filmelemente gruselig, erschreckend und traurig fanden, und wir kamen zwischendurch immer wieder überein, dass "the Grudge" für uns beide so ziemlich der schlimmste Gruselfilm ist, den wir je gesehen haben.
Schon faszinierend, dass manche Dinge offenbar auf fast alle Menschen gleich wirken...

Weniger interessant finde ich allerdings, seit ich "the Grudge" gesehen habe, den riiieeesigen Wandschrank in meiner Küche - den zu öffnen, um an mein Kochgeschirr zu kommen, ist immer noch eine Zerreißprobe für meine Nerven ...

Aber eigentlich sollte ich mich ja allmählich daran gewöhnen, dass es durchaus interessant sein kann, in einem alten Haus aus dem 16. Jahrhundert zu wohnen, das erstaunlich oft der Kulisse aus Gruselfilmen ähnelt...
Nachdem ich z.B. "the Ring" gesehen hatte, fiel mir erstmalig auf, dass das komische unnötige Podest in meiner Küche doch eigentlich optimale Brunnenmaße hat - wirklich fast so, als hätte da jemand einen Brunnen drunter verstecken wollen - und ein paar Tage später hat das blöde Podest dann sogar noch angefangen, unter mir wegzubrechen  ...

6.12.06 22:21


...Sie nahmen ihre Blumenkränze ab, und schon war die Party im Gange...

-> Feeling:

Am WE waren der Liebste und ich im Kino und haben uns den Film „No. 2 – Ein südpazifisches Fest“ angeschaut (ja ich weiß, wahrscheinlich mache ich momentan wirklich einen sehr bedauernswert genervten und gestressten Eindruck, wenn der Liebste sogar so viel Mitleid mit mir hat, dass er mich in solch Alohahayahey-Kitsch-verdächtigen Filme begleitet ...)

 

Zum Inhalt – die alte Nana, die ursprünglich von Fidschi kommt und nun in Neuseeland lebt, beschließt morgens beim Aufwachen spontan, noch am selben Tag ein großes Fest zu feiern, das ihre Enkel für sie organisieren sollen. Natürlich ist das eine komplett verrückte Idee, und dementsprechend wenig begeistert sind die Enkel. Nichtsdestotrotz gelingt es Nana, ihre Enkel durch ihre eindringliche, charismatische und gleichzeitig schrullige, wunderliche Art von ihrem Plan zu überzeugen, und in Windeseile beginnen die Vorbereitungen. Da die Enkel zum Einen äußerst unterschiedlich und zum Anderen aufgrund der unerwarteten Verpflichtung sehr gereizt sind, kommt es natürlich sofort zu Streit und Konflikten. Die Situation eskaliert noch, als Nana ankündigt, bei diesem Fest wolle sie ihren Nachfolger als Familienoberhaupt bestimmen, denn jetzt bricht ein heftiger Konkurrenzkampf aus, und zu allem Überfluss zitiert jeder der Enkel seine Eltern herbei, sozusagen als Unterstützung – und die Eltern sind untereinander noch zerstrittener und verfeindeter...

Der Schluss?! – Trotz allem wird es ein rauschendes Fest, und es wird geliebt, gesungen, gelacht, gesoffen und geprügelt, genau so, wie Nana es sich gewünscht hat. Das Ende war zwar etwas absehbar – aber nichtsdestotrotz ist es herrlich rührselig, und ich glaube, ich war nicht die einzige, die ganz ergriffen und mit rotgeweinten Augen das Kino verlassen hat.

 

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die detailreichen Darstellungen der einzelnen Charaktere und des eher tristen, rauen Lebens in einer Sozialwohnungs-Vorstadt-Siedlung. Das Klischee vom „edlen Wilden“, das solche „ethnologischen“ Filme früher gerne herbeibemühten, wurde also erfolgreich umgangen und wich sehr realistischen Schilderungen, die wieder einmal zeigen, dass Menschen letztendlich im Grossen und Ganzen doch überall gleich sind mit ihren Sorgen, ihren Wünschen, ihren Konflikten und ihren Beziehungen untereinander...

 

Und wenn dann noch der Pater, der ebenfalls zum Fest eingeladen war, Nanas Enkeln ins Gewissen redet „Ihr seid alle so unterschiedlich, ihr könnt nicht erwarten, dass ihr euch immer vertragt. Aber ihr könnt zumindest versuchen, ein wenig Verständnis und Mitgefühl füreinander zu haben“ – dann liegt schon die Vermutung nahe, dass die handelnden Personen sinnbildlich für die gesamte Menschheit stehen, wo sowohl Liebe und Freude als auch Hass und Wut nun mal zum Leben dazugehören, d.h. es wäre falsch, diese Gefühle zu verleugnen, aber ebenso verhängnisvoll ist es, sich von ihnen hinwegreißen zu lassen.

 

Mein Fazit – große Weisheit und Gefühle, festgemacht an eher alltäglichen Situationen, und das ganze wird noch angenehm unpathetisch und realistisch rübergebracht... So gefällt mir Kino!  

30.10.06 22:34


Von lustigen Toten und lebensfrohen Leichen

-> Feeling:

Gestern Abend war ich dann mal wieder bei meinem Liebsten, und wir haben uns den Film Corpse Bride angeschaut.

Ich kann nur sagen - das war mal wieder ein Film, der sich definitiv gelohnt hat!

Zum Inhalt:
In einer düsteren, von viktorianischer Strenge eingeschnürten Kleinstadt soll ein junges Paar (Victor & Victoria) vermählt werden, obwohl es sich überhaupt nicht kennt. Sowohl Victor als auch Victoria sind extrem schüchtern; nichtsdestotrotz scheinen sie sich ineinander zu verlieben. Am Vorabend der Hochzeit treffen sich die Familien, um die Hochzeit angemessen zu inszenieren. Dabei stellt Victor sich so unbeholfen an, dass er schließlich hinausgeschickt wird und in den Wald geht, um den Trauspruch zu üben.Als er allein ist, kann er den Trauspruch fehlerfrei aufsagen, er geht sogar so weit, als Krönung den Trauring über eine Baumwurzel zu streifen - die allerdings gar keine Baumwurzel ist: Die seltsame, wunderschöne verwesende Leiche einer Frau erhebt sich in den Fetzen eines Hochzeitskleids aus der Erde – sie trägt nun Victorias Trauring auf ihrem knochigen Finger. Offenbar hat sich Victor wider Willen mit dieser Leichenbraut vermählt. Seit sie in ihrer Hochzeitsnacht auf geheimnisvolle Weise ermordet worden ist, wartet die Leichenbraut mit gebrochenem Herzen darauf, dass ihr Bräutigam sie abholt. Aus Versehen ist nun Victor dieser Bräutigam: Er wird ins Reich der Toten unter die Erde geschleift, wo sein bisheriges, streng reglementiertes Leben völlig auf den Kopf gestellt wird...

Also, ich kann nur sagen, "Corpse Bride" ist wirklich ein Gesamtkunstwerk- wunderschöne Bilder, detailreiche Szenen, sehr kunstvoll gearbeitete Figuren als Hauptdarsteller, eindringliche Musik, und dann eben noch die herrlich-kitschig-romantisch-rührselige Geschichte...
Insbesondere die Inszenierung als "Puppenspiel" (d.h. weder mit echten Darstellern, noch mit computeranimierten Zeichentrickfiguren, sondern, wie gesagt, so richtig als Puppentheater) trug noch wesentlich zur geheimnisvollen, weltentrückten Stimmung des Films bei.
Sehr gelungen fand ich die Gratwanderung zwischen Humor und Tragik - also der oft sehr makabre Humor des Films ist wirklich erstklassig, aber insgesamt war die Story sehr traurig und ergreifend und mitreißend...
Wirklich fasziniert hat mich die Darstellung des Totenreiches: Dabei handelte es sich nämlich (wider Erwarten) nicht um eine düstere, gruselige Welt - im Gegenteil, man war fröhlich, munter, tanz- trink- und feierfreudig - die Welt der Lebenden war da viel trister und langweiliger dargestellt. Dabei rührte die Freiheit der Toten offensichtlich daher, dass es ihnen gelungen war, die strengen Normen der Lebenden als nichtig zu erkennen und so eine besondere Form der Freiheit zu erlangen.
Dementsprechend fand ich auch Emily, die Leichenbraut, viel sympathischer und interessanter als Victoria (Victor´s lebende Braut): Während Victoria schüchtern, zurückhaltend und meistens eher hilflos und ausgeliefert dargestellt wurde, war Emily spontan, emotional, eigensinnig, fröhlich und, so makaber es auch klingen mag, regelrecht lebensbejahend.
Einige Szenen und Charaktere erschienen mir als richtige Persiflage auf die typischen Disney-Filme und -Figuren, z.B. die herrlich skurrill häßlichen "kleinen Sympathieträger", nämlich der Wurm und die Redback-Spinne...

21.9.06 19:14


Let it fly in the breeze and get caught in the trees/ es ist eine schöne und traurige Welt

-> Feeling:

 

Ja, und mein WE war natürlich auch sehr schön.

Ich hab wirklich das Gefühl, jetzt allmählich mal „richtig“ zu Hause anzukommen...

Am Freitag Abend hat mich der Knosse besucht – der ist nämlich ebenfalls gerade nach Deutschland zurückgekommen, da er seinen Job in Malta inzwischen wieder gekündigt hat. Das ist natürlich einerseits sehr schade, denn ich hatte mich ja schon darauf gefreut, ihn mal in Malta zu besuchen – aber klar, andererseits freue ich mich auch, dass er nun wieder näher bei mir wohnt und wir uns regelmäßig treffen können, und ich verstehe auch absolut, dass er unter diesen Bedingungen nicht mehr dort weiterarbeiten wollte, denn das, was er von seinem Job und dem Chef erzählt hat, klang wirklich heftig übel...
Und hahaha, der Knosse hat jetzt eine schmucke Bonehead-Frisur *pruuuust*– total ungewohnt...)

(Also, um zu verstehen, was daran so hahaha und pruuust ist, muss man wissen, dass der Knosse zu meinen langjährigsten Freundschaften gehört, wir kennen uns schon seit fast 9 Jahren, und die ganze Zeit über waren seine dichten langen Haare fast bis zum Hintern sozusagen sein „Markenzeichen“ – eine richtig klischeehafte Hippiematte halt.  Tjaaah, und die Matte ist jetzt ab!)

Aber natürlich hatten wir auch abgesehen von Frisurfragen viel zu erzählen, über unsere Reisen und über die Welt als solche, und dabei ist unter anderem auch die Idee entstanden, demnächst ganz stilvoll das Hartz IV – Geld, das der Knosse ja demnächst bekommt, im Spielkasino zu verprassen.

Besonders beeindruckt zeigt der Knosse sich von meinem neuen Didgeridoo – jaaaahhhh, ich hab mir nämlich in Australien endlich ein richtig geiles Didge gekauft, das ist fast so groß wie ich und von Aboriginees handgemacht und handbemalt, und darauf zu spielen... Whooow, das ist einfach nur Wahnsinn, so einen wunderbaren, reinen Klang hat es!!!!

Da wollte der Knosse dann unbedingt lernen, drauf zu spielen, also gab´s zwischendurch für ihn noch ein bisschen Didgeridoo-Unterricht von mir... Was ihn dann offenbar so begeisterte, dass er nachher auch zwischendurch immer mal wieder zum Didge griff und übte, das letzte Mal ca. um halb vier Nachts (!!!), und hmmm, Geräusche zu produzieren ist ihm auch gelungen, aber das didge-typische sonore Brummen war das nicht, sondern eher ein lautes flatulenzhaftes Knattern... Oh je, ich will nicht wissen, was die Nachbarn jetzt über meine Verdauungsgewohnheiten denken!!!!

Und am Samstag war ich bei meinem Liebsten  , um ihn gesund zu pflegen, denn er leidet gerade an Angina. Wir haben Pfannkuchen gebacken und uns den absolut genialen Film „Down by Law“ angeschaut.

Auf diesen Film war ich bereits sehr neugierig – der Regisseur ist Jim Jarmush (von dem ich schon so hervorragende Filme wie „Dead Man“ gesehen habe), und zu den Hauptdarstellern gehören Tom Waits (dessen wirklich großartige, stimmungsvolle Musik ich sehr liebe *süchtel *) und Roberto Benigni (der mich in „Das Leben ist schön“ sehr beeindruckt hat). Und ich wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil, "Down by Law" war einer der besten Filme, die ich je gesehen habe.

Zur Handlung: Der verkrachte, desillusionierte, heruntergekommene DJ Zack (gespielt von Tom Waits) und der großspurige Zuhälter Jack (gespielt von John Lurie) kommen beide unschuldig ins Gefängnis und finden sich plötzlich in einer gemeinsamen Zelle wieder. Sie hassen sich auf Anhieb. Kurz darauf wird ihnen ein dritter Mithäftling zugeteilt – der italienische Falschspieler Roberto (gespielt von Roberto Begnini). Roberto ist laut, aufgedreht, optimistisch, gesprächig, notorisch fröhlich, und von nun an sind sich Zack und Jack zumindest in einem einig – nämlich dass sie Roberto noch mehr hassen! Es wirkt bedrückend, mit welcher Intensität und Eindringlichkeit die Enge der Gefängniszelle dargestellt wird. Schließlich gelingt den 3 Männern gemeinsam die Flucht, doch die vermeintliche Freiheit ist nur scheinbar – sie verirren sich in weitläufigen den Sümpfen des Mississippi und sind nun erst recht aufeinander angewiesen, um zu überleben. Das echte Gefängnis wurde also gegen das Gefängnis einer erzwungenen Gemeinschaft eingetauscht...

Dabei ist „Down by Law“ allerdings kein spannungsgeladener Actionfilm – die Handlung besteht nicht in spektakulären Flucht- und Verfolgungsszenen, sondern im Vordergrund steht stets das Zwischenmenschliche, d.h. es geht darum, wie diese 3 völlig unterschiedlichen Charaktere auf diese Situation reagieren. Absolut faszinierend...

Besonders gut und aufschlussreich fand ich dann noch die 3 (herrlich gestellten!) Telefonate im Bonusmaterial der DVD – da wurde meine Vermutung bestätigt, dass sämtliche Szenen improvisiert waren! Es gab also keine exakt vorgegebene Handlungslinie, sondern jeder Darsteller versetzte sich völlig in die Figur hinein, die er verkörperte, und versuchte, so zu handeln und auf die übrigen Charaktere zu reagieren, wie diese Figur es in Wirklichkeit wohl auch getan hätte. Ich nehme an, dass der Film gerade dadurch so realistisch und glaubwürdig wirkt...
15.8.06 15:15





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung