-> Feeling: 
Ja, am WE war ich nämlich bei miss freakchica in der Schweiz.
Und diesmal brauche ich mir nichts à la „Wie, du bist nur um auf eine Party zu gehen bis nach Zürich gefahren?! Findest du das nicht etwas übertrieben?!“ anzuhören, denn diesmal hatte ich sogar gleich drei gute Gründe, die Reise zu unternehmen:
1) Am Freitag und Samstag Abend spielten Siena Root! !!!! Und schon allein weil diese Band absolut genial ist, lohnt sich so eine Tour definitiv!!!!
2) Als Vorband spielte Ginger , die Band von miss freakchica – na, und da war ich natürlich auch schon total neugierig...
3) Und, last but not least, freute ich mich natürlich schon riesig darauf, miss freakchica wiederzusehen 
Gespannt, was mich erwarten würde, und vor allem voller Vorfreude kam ich am Freitag Abend in Wohlen an, wo ich die Location sofort problemlos fand, und traf dort gleich sämtliche Bandmitglieder.
Ich kann nur sagen, die Leute von Siena Root machen nicht nur großartige Musik, sondern sind auch absolut sympathisch, und das gleiche trifft auch auf Ginger zu. 
Beim Catering im hauseigenen Restaurant wurde ich übrigens gleich mitversorgt, zusammen mit den beiden Bands und DJane Pinkflo, was durchaus erwähnenswert ist, da es etwas gab, was meiner Auffassung nach mal wieder eindeutig in die Rubrik UFO (= undefinierbares fressbares Objekt/ unidentified food object) fiel, nichtsdestotrotz aber wirklich hervorragend schmeckte – allerdings mussten DJane Pinkflo und ich doch langwierige Überzeugungsarbeit leisten, um klarzustellen, dass es sich bei Maismehlklumpen gefüllt mit Schafskäse und Oliven und das alles an Tomatensoße nicht um eine berühmte Schweizer Spezialität handelt
...
Ich glaube, das Konzert von Siena Root ist einfach unmöglich in Worte zu fassen – ich kann nur sagen, das war definitiv eines der besten Konzerte, die ich je gesehen habe!!!! Der Sound ist einfach so intensiv und mitreißend und gleichzeitig total kunstvoll, und die Ausstrahlung der Band auf der Bühne ist unbeschreiblich. Am besten gefällt mir immer wieder die Feuereinlage – also, wer bei solch einer Show und der wirklich einzigartigen Musik nicht total gepackt wird, da weiß ich auch nicht weiter...
Und Ginger als Vorband passte einfach perfekt, mit dem immer psychedelisch angehauchten, sehr kunstvollen Rock-Grunge-Blues-lastigen Sound...
Und das allergeilste war: Nach diesem Abend wusste ich, dass der Spaß noch weitergeht und mich gleich am nächsten Abend das alles noch mal erwartet. Hurrah!!! 
Ja, und so begaben wir uns dann also am nächsten Tag zur Location in Zürich, wo ich ein bisschen beim Dekorieren und Plakatieren mithalf und dabei auch sämtliche andere Helfer kennen lernte. Wieder einmal war ich begeistert, wie nett, herzlich und aufgeschlossen doch alle Beteiligten waren – ich hatte nie das Gefühl, als „Fremde“ außen vor zu sein, sondern lernte eigentlich dauernd sehr sympathische neue Leute kennen.
Außerdem wurde ich, als die ersten Gäste eintrafen gleich noch an der Bar eingesetzt – da fühlte ich mich dann, als treues Mitglied des cosmischen Barteams hier in HD, auch sofort heimisch
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Ob es etwas ausgemacht hat, dass ich weder des Schwitzerdütschen (schreibt man das so???) mächtig bin, noch mich mit der Schweizer Währung auskannte (bzw. mich mit fremden Währungen generell etwas dämlich anstelle)? Nöööö! Ich bin ja sowieso der Meinung, dass man, sofern man einfach in eine Situation „reinspringt“, so ziemlich alles sehr schnell lernen kann, und diese Theorie hat sich mal wieder bewahrheitet.
Und wieder erwarteten mich zwei einfach wunderbare Shows, wobei Ginger an diesem Abend sogar noch wesentlich besser drauf war als am Abend zuvor – man hätte echt denken können, es handelte sich um eine langjährige Band, so gut waren alle aufeinander eingestimmt, und es war kaum vorstellbar, dass es die Band erst seit 4 Monaten gibt...
Zwischendurch „machte ich übrigens Karriere“, wie es einer der Gäste nannte – sprich: Ich wechselte von der Bar zum Merchandise-Stand von Siena Root , und es machte total Spaß, hier mitzuerleben, wie andere Leute genauso begeistert waren von der Musik wie ich und regelrecht in Jubel ausbrachen, wenn sie entdeckten, dass ihre favourite Songs mit auf den CDs waren...
Erwähnenswert wäre noch, wie liebevoll miss freakchica sich wirklich um jede Kleinigkeit kümmerte – neben Organisation und Koordination, was ja schon viel Streß und eine immense Verantwortung ist, hatte sie an diesem Tag auch das gesamte Catering übernommen; bereits morgens wurden wir (d.h. Siena Root , die ebenfalls bei ihr übernachtet hatten, und ich) mit einem traumhaften Frühstück überrascht, das jedem Hotelbuffet Ehre gemacht hätte, mit Joghurt-Müsli, frischen Erdbeeren, Hutzelbrot und vielen anderen Köstlichkeiten, und für Abends hatte sie extra belegte Brote vorbereitet.
Meiner Erfahrung nach ist es bereits eine große Herausforderung, überhaupt solch ein Event zu organisieren und die Verantwortung zu übernehmen – und wenn man sich, wie miss freakchica , dann auch noch wirklich um so viele Details kümmert und es so schafft, eine angenehme, fröhliche Atmosphäre zu schaffen, in der alle sich wohlfühlen und, auch wenn es einiges zu tun gibt, nie das Gefühl haben, dass es unangenehm hektisch wird – dann ist das etwas, was ganz, ganz großen Respekt verdient! 
Ja, und nach so vielen schönen, interessanten und tollen Erlebnissen und Begegnungen begab ich mich schließlich am Sonntag wieder in den Zug nach Heidelberg – ich konnte es kaum glauben, dass alles schon vorbei war, und gleichzeitig hatte ich so viel erlebt, dass ich, als ich wieder zu Hause ankam, das Gefühl hatte, nicht nur 2 fortgewesen zu sein, sondern gerade eine längere Reise unternommen zu haben.